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November 25, 2016 - Keine Kommentare!

Stellplatznachweis – Problem und Alternativen

mprKommunale Stellplatzsatzungen bzw. Stellplatzverordnungen regeln, wie viele Stellplätze für Kraftfahrzeuge und Fahrräder beim Neubau eines Gebäudes auf dem Grundstück oder in der unmittelbaren Umgebung nachgewiesen werden müssen. Die genaue Anzahl der vorgeschriebenen Stellplätze hängt von der Gebäudenutzung und von der Anzahl der Nutzer ab. Bei Wohngebäuden beispielsweise wird die Anzahl der Stellplätze in Abhängigkeit von der Zahl der Wohneinheiten festgelegt.

Die Richtzahlen für den Stellplatzbedarf gehen zurück auf die frühen 1950er Jahre, eine Zeit des schnellen urbanen und suburbanen Wachstums. Damals stieg die Zahl der PKW weltweit sprunghaft an und führte weitflächig zu einem Mangel an Stellplätzen.

Das Problem mit dem Stellplatznachweis

Leider geht die Stellplatznachweispflicht oft mit ineffizienter Flächennutzung einher, wenn eine ‚Einheitsregelung‘ der Komplexität und Entwicklung der individuellen Verkehrssituation nicht gerecht wird. Wenn beispielsweise ein Kino einen Stellplatz pro fünf Besucherplätzen anbieten soll, das Kino aber hauptsächlich per ÖPNV oder Fussgängern genutzt wird, und zudem ohnehin nur abends und an Wochenenden gut frequentiert wird, wird der bereitgestellte Parkraum nur sehr ineffizient genutzt. Stadtplaner und Entwickler kennen sicher zahllose Beispiele, bei denen die Stellplatznachweispflicht zur Verschwendung urbaner Flächen geführt hat. Zudem erhöht die Stellplatzpflicht die Baukosten für Gebäude und wirkt als Investitionshindernis. Auch Projekte für autofreies Wohnen oder dergleichen werden verkompliziert.

Alternativen zum Stellplatznachweis

Unsere Städte wachsen weiter. Während steigende Einwohnerzahlen den Bedarf an öffentlich nutzbarer Fläche und Lebensraum erhöhen, hat die Stellplatznachweispflicht in vielen europäischen Städten zu einer unverhältnismässig hohen Zahl schlecht verteilter und unzureichend genutzter Parkeinrichtungen geführt. Einige dieser Städte haben bereits Massnahmen zur Umnutzung dieser kostbaren Flächen eingeleitet. So zählen beispielsweise Zürich und Hamburg zu den Ersten, die sich nicht mehr an die Richtlinien halten. Beide haben die Zahl der Stellplätze in ihren Stadtzentren eingefroren und streichen für jeden neu eingerichteten Stellplatz auf Privatgrund einen Stellplatz auf öffentlicher Fläche. Weitere Initiativen europäischer Städte:

  • Nutzung privaten Parkraums durch die Öffentlichkeit.
  • Anpassung der Parktarife, um eine Umverteilung zu erreichen.
  • Obligatorisches Einrichten von Radwegen und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder.
  • Vermeiden grosser, zentraler Parkanlagen zugunsten kleinerer Parkstrukturen mit optimierter Flächennutzung.

Effizienz ist die Antwort

Auch in den kommenden Jahren stellen uns der wachsende Strassenverkehr und der damit verbundene Parkbedarf vor grosse Herausforderungen. Im Fokus aller Alternativen zum Stellplatznachweis steht die effizientere Nutzung verfügbarer Flächen, beispielsweise, indem Stellplätze auf weniger wertvollen oder sonst nicht nutzbaren Grundstücken errichtet werden, beispielsweise Baulücken. Die Automatischen Parksysteme von Skyline Parking bieten sich hierzu als Lösungsansatz für eine flexiblere und effizientere Flächennutzung an.

Falls Sie weitere Informationen wünschen, setzen Sie sich mit uns in Verbindung.

Referenz: http://www.itdp.org/wp-content/uploads/2014/07/Europes_Parking_U-Turn_ITDP.pdf

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